Aktuell
"Unfreiwillige Spiele"- 03. und 04. Juli 2015
Vortrag über "'Seelenreitze' und 'Psychiaterie'"
Jahrestagung des EU-Forschungsprojekts "Aesthetics of Applied Theatre"
Hörsaal der FU Berlin, Grundewaldstraße 35


Aufführung des Papiertheaterstücks "Rhapsodien", Dienstag, 7. Juli 2015, um 18:30 Uhr
im Rahmen der Vortragsreihe "Wahnsinn, Psychiatrie und Raum" des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Hamburg
Fritz Schumacher-Hauses, Gebäude N30b, Martinistraße 52, Seiteneingang: Frickestr. / Ecke Schedestr., 20246 Hamburg


"Aufstellungsarbeit - Aufstellungstechniken im (kritischen) Vergleich" - 16. Juli 2015, 14:30-19:00 Uhr
Theorie-Praxis-Workshop mit Roswitha Riepl (Wien)
Vorlesungsraum der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg
Teilnahme nach vorheriger Anmeldung unter Celine.Kaiser@hks-ottersberg.de








Szenen des Subjekts

Ein Arzt spielt mit seinem Assistentenstab einem ahnungslosen Patienten eine Schlüsselszene seiner Wahnwelten vor. Ein anderer begibt sich mit dem Analysanden auf die Suche nach jenen Szenen seiner Lebensgeschichte, die neben vielen Lebenssituationen auch die aktuelle Begegnung zwischen Arzt und Patient steuern. Ein Therapeut stellt mit einer Gruppe erlebte oder fiktive Situationen nach, wobei die Rollenvergabe wechseln und auch die Steuerung des spielerischen Geschehens von verschiedenen Akteuren übernommen werden kann.

Der Einsatz szenischer Mittel im Rahmen der Psychotherapie kann nicht nur unterschiedliche Inhalte zum Gegenstand erheben, er unterscheidet sich im Laufe der letzten zweihundertfünfzig Jahre auch deutlich in der Art und Weise, wie szenische Elemente eingesetzt werden. Im Rahmen des Forschungsprojektes zur „Kulturgeschichte der Theatrotherapie“ soll die Bandbreite theatertherapeutischer Formen und szenischer Mittel in der Geschichte der Psychiatrie und Psychotherapie seit dem 18. Jahrhundert ausgelotet und eine Typologie theatertherapeutischer Szenen entworfen werden. Zentraler Untersuchungsgegenstand sind – neben literarischen Texten – psychiatrische und psychotherapeutische Quellen zur Theatrotherapie um 1800, 1900 wie auch seit 1970. >
Historisches Raster

Ziel des Forschungsprojektes ist es darüber hinaus, die Verbindung zwischen modernen und postmodernen Subjektkonzeptionen und theatertherapeutischen Modellen, deren Darstellungsweisen und Rhetoriken zu untersuchen. Theatrotherapie zielt, so der Ausgangspunkt des Forschungsprojektes, auf die (Wieder)Herstellung der Selbstregulationsfähigkeiten des Patienten und liefert in ihrem historischen Wandel Hinweise auf die Veränderung von Subjektmodellen in der Moderne und Postmoderne. >
Systematische Aspekte

gefördert durch:

VWST_RGB_150